{"id":1158,"date":"2018-10-25T17:41:04","date_gmt":"2018-10-25T17:41:04","guid":{"rendered":"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?p=1158"},"modified":"2021-04-30T09:56:41","modified_gmt":"2021-04-30T09:56:41","slug":"neues-projekt-hilfe-fuer-frau-kostic","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?p=1158","title":{"rendered":"Neues Projekt! &#8211; Hilfe f\u00fcr Frau Kosti\u0107"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend unserer <a href=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?p=1042\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">letzten Mission-Kosovo<\/a> besuchten wir auch Frau Zlata Kosti\u0107. Ihr Vater, Dragoljub Kosti\u0107, starb am 5. Februar 2018 im Alter von 83 Jahren. Seitdem lebt Frau Kosti\u0107, deren Familiengeschichte als eine der tragischsten im Kosovo* gilt, allein. Das Haus, das sie in dem D\u00f6rfchen Velika Ho\u010da bewohnt, verf\u00fcgt weder \u00fcber ein Badezimmer, noch \u00fcber sanit\u00e4re Einrichtungen. Davon konnten wir uns bei unserem Besuch Anfang Oktober ein eigenes Bild machen.<\/p>\n<p>In Absprache mit Frau Kosti\u0107 und einem Handwerker, sowie mit Eurer Hilfe, m\u00f6chten wir uns im Rahmen eines neuen Projektes gern dieser Aufgabe widmen. F\u00fcr den Ausbau des sich im Rohbau befindlichen Raumes wird eine Summe von 1500,- Euro veranschlagt, was alle notwendigen Materialien und Arbeitsleistungen beinhaltet. Lasst uns gemeinsam sammeln, um Frau Kosti\u0107 ein menschenw\u00fcrdiges Badezimmer nebst sanit\u00e4rer Ausstattung einzurichten.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr bitten wir um Eure Unterst\u00fctzung!<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Hintergr\u00fcnde und Informationen wie PayPal oder Kontoverbindungen, schreibt uns bitte \u00fcber unsere <a href=\"http:\/\/facebook.com\/heart.of.serbia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook-Seiten<\/a> oder auf <a href=\"mailto:kontakt@de.esfkosovo.org\">kontakt@de.esfkosovo.org<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1157\" data-permalink=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?attachment_id=1157\" data-orig-file=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c.png\" data-orig-size=\"900,1200\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"2018_Poster_Kostic_c\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c-225x300.png\" data-large-file=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c-768x1024.png\" tabindex=\"0\" role=\"button\" class=\"aligncenter wp-image-1157\" src=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c.png 900w, http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c-225x300.png 225w, http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018_Poster_Kostic_c-768x1024.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">* <span style=\"color: #808080;\"><em>\u201eDie Familie Kosti\u0107 aus Retimlje wird als die tragischste Familie im Kosovo bezeichnet. Zuerst wurden Jugoslav und Sa\u0161ko Kosti\u0107 im Juli 1998 von der U\u00c7K entf\u00fchrt. Eine Woche sp\u00e4ter, nach drei Tagen der Belagerung, gingen Mitglieder der U\u00c7K von Mali\u0161evo gegen Orahovac vor, um am Nachmittag des 17. Juli die H\u00e4user der Kosti\u0107s, sowie die Serben in Orahovac und den D\u00f6rfern Retimlje und Opteru\u0161a, anzugreifen. Der erste, der vor seiner Haust\u00fcr get\u00f6tet wurde, war der 62-j\u00e4hrige Bauer An\u0111elko Kosti\u0107. Dann wurden alle, die sich dort befanden, gefangen genommen \u2013 unter ihnen vierzehn Kosti\u0107s. \u017divko Kosti\u0107, Sohn des get\u00f6teten An\u0111elko Kosti\u0107, bekam zwei Stunden Zeit, den toten Vater zu begraben. Aus Brettern und Decken wurde ein Sarg gemacht, und zwei-drei Leute wurden von uniformierten Mitgliedern der U\u00c7K zu einem Friedhof eskortiert, um ein Grab auszuheben. Die Serben wurden dann zur Beerdigung gebracht, die ohne Priester und andere serbische Br\u00e4uche durchgef\u00fchrt wurde. Sie wurden dann in die Mitte des Dorfes zur\u00fcckgebracht und aufgereiht. Die Frauen gr\u00fc\u00dften ihre S\u00f6hne und Ehem\u00e4nner. Die M\u00e4nner wurden in einen Lastwagen verladen und in das Dorf Semeti\u0161te gebracht. Sie wurden nie wieder gesehen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Der Vater der entf\u00fchrten Br\u00fcder Jugoslav und Sa\u0161ko Kosti\u0107, Dragoljub Kosti\u0107, starb am 5. Februar 2018 im Alter von 83 Jahren. Auch seine Frau Ru\u017ea und seine Tochter Zlata wurden am 18. Juli 1998 mit neun weiteren Frauen und einem \u00e4lteren Mann aus ihrem Dorf entf\u00fchrt, aber wegen des sofortigen Eingreifens des Internationalen Roten Kreuzes aus dem U\u00c7K-Lager entlassen. Nach ihrer Freilassung, da die Mitglieder der U\u00c7K alle serbischen H\u00e4user im Dorf niedergebrannt hatten, wollte Dragoljub Kosti\u0107 Kosovo und Metochien nicht verlassen. Anstatt f\u00fcr den Rest seiner Familie Rettung im sicheren, zentralen Serbien zu suchen, blieb er im nahegelegenen serbischen Dorf Velika Ho\u010da, in der Hoffnung, seinen entf\u00fchrten S\u00f6hnen n\u00e4her zu sein, f\u00fcr die er die Hoffnung auf Leben nicht verloren hatte und nach denen er weiterhin suchte, besonders nach der Ankunft und dem Einsatz der Internationalen Friedenskr\u00e4fte.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Im Jahr 2011 verlor er seine Frau in diesem Kampf, die an Leid und Sorge um die S\u00f6hne starb, und er blieb allein mit seiner Tochter Zlata. Sein Alter und die Krankheit ignorierend, deren Behandlung er immer wieder aufschob, unterwarf er sich seinem einzigen Ziel \u2013 das Schicksal seiner S\u00f6hne zu enth\u00fcllen, die ihn, wie er selbst sagte, am Leben erhalten haben. Er sp\u00fcrte, dass sein Ende nahe war, und sprach nun mit tr\u00fcber Hoffnung in den Augen: \u201aLeute, wenn ihr mir und meinen entf\u00fchrten S\u00f6hnen nicht geholfen habt, so helft zumindest meiner Tochter, die doch allein und ohne jedes Einkommen f\u00fcr das Leben zur\u00fcck bleibt.\u2019\u201c<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend unserer letzten Mission-Kosovo besuchten wir auch Frau Zlata Kosti\u0107. Ihr Vater, Dragoljub Kosti\u0107, starb am 5. Februar 2018 im Alter von 83 Jahren. 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