{"id":799,"date":"2017-05-27T06:05:35","date_gmt":"2017-05-27T06:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?p=799"},"modified":"2017-05-27T06:12:52","modified_gmt":"2017-05-27T06:12:52","slug":"jedinstvo-ueber-esfk-mission-kosovo-mai-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?p=799","title":{"rendered":"Jedinstvo \u00fcber ESFK Mission-Kosovo Mai 2017"},"content":{"rendered":"<p>In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die Wochenzeitung <a href=\"http:\/\/www.jedinstvo.rs\/online\/index.php\/component\/flippingbook\/book\/2?page=13\" target=\"_blank\">Jedinstvo<\/a> (Einigkeit), in einem Beitrag auch \u00fcber unseren diesj\u00e4hrigen Mai-Einsatz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"800\" data-permalink=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/?attachment_id=800\" data-orig-file=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017.png\" data-orig-size=\"800,1600\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"jedinstvo_2205_2017\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017-150x300.png\" data-large-file=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017-512x1024.png\" tabindex=\"0\" role=\"button\" class=\"wp-image-800 aligncenter\" src=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017.png\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"900\" srcset=\"http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017.png 800w, http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017-150x300.png 150w, http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017-768x1536.png 768w, http:\/\/de.esfkosovo.org\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jedinstvo_2205_2017-512x1024.png 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Von der Europ\u00e4ischen Solidarit\u00e4tsfront f\u00fcr Kosovo<\/strong><\/p>\n<p>Am Montag, den 15. Mai, reiste der junge Deutsche Maik M\u00fcller von der Europ\u00e4ischen Solidarit\u00e4tsfront f\u00fcr Kosovo aus dem fernen Dresden an. Mitgereist sind noch drei weitere Deutsche und in Belgrad ist der befreundete Serbe Darko Tomic hinzugesto\u00dfen. Wie auch bei fr\u00fcheren Besuchen, war die erste Station der Reise der Ort Banje, in dem die alleinerziehende Mutter Valentina \u0160api\u0107 mit vier Kindern lebt. Diese Familie wurde wie in den Jahren zuvor auch diesmal wieder von Maik und seinen Begleitern unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Im Ort Velika Ho\u010da wurden sie von Freunden beherbergt, von wo aus sie ihre geplanten humanit\u00e4ren Aktionen fortsetzen konnten. Sie besuchten den Kindergarten der Grundschule \u201eSvetozar Markovi\u0107\u201c in Velika Ho\u010da und \u00fcberreichten der Schule ihre Unterrichtsmaterial-Spenden.<\/p>\n<p>Am Folgetag besuchte die deutsche Hilfsgruppe den Kindergarten \u201eNa\u0161a radost\u201c in Orahovac, dem auch in diesem Jahr wieder Hygieneartikel und B\u00fcromaterial \u00fcberreicht wurden.<br \/>\nAuch dem Gymnasium in Orahovac wurde ein Besuch abgestattet und jedem einzelnen Sch\u00fcler Schul- und Schreibmaterial geschenkt. Und die Schuldirektorin Dobrila Vito\u0161evi\u0107 hat eine Geldspende in H\u00f6he von 400 Euro f\u00fcr die Beschaffung von Schr\u00e4nken entgegengenommen.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler der Grundschule \u201eDositej Obradovi\u0107\u201c erhielten Schokolade \u201emit den allerbesten W\u00fcnschen\u201c und Schulmaterial. Die Grundschuldirektorin Suzana Mili\u0107evi\u0107 nahm eine Landkarte f\u00fcr den Geografie-Unterricht entgegen.<\/p>\n<p><strong>Unfassbare Kosovo-Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die Gruppe besuchte auch den Friedhof von Orahovac. Dort haben sie die traurige Gewissheit erlangt, dass Grabsch\u00e4ndungen vonseiten der Albaner weiter andauern.<br \/>\n\u201eEs ist sowohl f\u00fcr meine Freunde als auch f\u00fcr mich unfassbar, dass selbst tote Menschen keinen Frieden haben k\u00f6nnen, nur weil sie einer anderen Religion angeh\u00f6ren. Das macht mich pers\u00f6nlich zutiefst traurig. Das ist nur eines der vielen sichtbaren Probleme, die die Serben in Kosovo und Metochien haben\u201c, kommentierte M\u00fcller.<\/p>\n<p>Maik M\u00fcller hat sich im Oktober letzten Jahres in der orthodoxen Kirche taufen lassen. In Kosovo und Metochien hat er viele Freunde gefunden und empfindet diese Region als seine zweite Heimat, wie er sagt.<\/p>\n<p>\u201eJedes Mal, wenn ich hier her komme, f\u00fcllt sich mein Herz immer ein St\u00fcckchen mehr und ich f\u00fchle mich hier wie in meinem zweiten Zuhause. Gestern, als ich meine Taufpatin Jovana besuchte und das Auto vor der Kirche in Orahovac geparkt hatte, schaute ich auf die Kinder, die dort gespielt haben. Ein M\u00e4dchen l\u00f6ste sich aus der spielenden Gruppe und lief mir mit ausgestreckten Armen entgegen, um mich zu umarmen. Ich kann auch jetzt nicht die Gef\u00fchle beschreiben und erkl\u00e4ren, die ich in diesem Moment empfand. Solche Momente lassen sich nicht beschreiben. Meine Freunde waren \u00fcberrascht und entz\u00fcckt \u00fcber die Liebe dieses kleinen M\u00e4dchens und auch der anderen Kinder, die uns hier empfangen haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHier sammle ich die Geschichten, die wir in Deutschland nicht in den Nachrichten finden k\u00f6nnen. Dort teile ich meine Eindr\u00fccke und Erlebnisse, und wecke bei den Menschen das Interesse, mehr \u00fcber das Leben hier zu erfahren und sogar, mit her zu kommen. Kosovo und Metochien haben mein Leben ver\u00e4ndert. Ich habe mich nach meinen Besuchen hierher in der orthodoxen Kirche taufen lassen. Und als ich im Oktober letzten Jahres hier gewesen bin, habe ich meine Freunde mit in das Kloster Visoki Decani genommen und dort wurden wir vom Klostervorsteher, Vater Sava, herzlich empfangen. Er hat sich f\u00fcr uns Zeit genommen und mit uns \u00fcber die Probleme des Klosters und der M\u00f6nche, aber auch die generellen Probleme der Serben in Kosovo und Metochien gesprochen. Er lud uns zur Tafel, an der wir mit den M\u00f6nchen zusammen gegessen haben\u201c, erz\u00e4hlte uns Maik.<\/p>\n<p><strong>Voller Eindr\u00fccke<\/strong><\/p>\n<p>Maiks Mai-Fahrt nach Kosovo und Metochien begleiteten Beatrice Koch und Dave Trick aus Neuruppin sowie Julia P\u00f6lzing aus Brandenburg. Dies ist die erste Reise nach Kosovo und Metochien f\u00fcr die drei.<\/p>\n<p>Wie der Besuch auf sie gewirkt habe, beantwortete Beatrice Koch folgenderma\u00dfen:<br \/>\n\u201eF\u00fcr mich ist dies ein emotionaler Schock. Ich kann nicht glauben, dass man im Herzen Europas so lebt, dass jemand unter diesen Bedingungen und Umst\u00e4nden leben muss. Besonders getroffen hat mich die Situation der Kinder. Ich selbst habe eine Tochter und als ich gesehen habe wie die die Kinder hier mit der Situation umgehen, wie sie spielen, hat es mich sehr traurig gemacht. Ich hatte den Wunsch, etwas aus meinem Leben mit den Kindern zu teilen, zumindest etwas Materielles, um das Leben der Kinder zumindest etwas ertr\u00e4glicher zu machen. Etwas, das mich zudem beeindruckt hat ist das Verhalten der Menschen hier, die Gastfreundschaft. Jeder m\u00f6chte uns zu sich nachhause einladen, sich mit uns unterhalten, uns umarmen \u2013 und trotz aller Ereignisse wird gelacht und gesungen. Das alles hat mich zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt. Ich denke, dass meine Tr\u00e4nen mehr sagen als Worte.\u201c<\/p>\n<p>Julia teilt die Meinung von Beatrice und erg\u00e4nzt, dass die Menschen in Deutschland wenig \u00fcber das Leben der Menschen hier w\u00fcssten, aber dass sie sich gerne bem\u00fchen werden, zumindest einen Teil dessen zu ver\u00e4ndern:<br \/>\n\u201eIn Deutschland interessiert sich die Mehrheit nicht f\u00fcr die Politik und auch nicht so sehr die Welt um die herum. Die meisten gehen arbeiten, essen, trinken und wieder schlafen&#8230;<br \/>\nWenn wir zur\u00fcckkehren, werden wir versuchen, einige davon aufzuwecken und ihnen die Wahrheit vor Augen zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Auch Dave hat die Gesamtsituation traurig gestimmt. \u201eEin paar Tage sind nicht genug\u201c, wie er sagte, \u201eum alle gewonnenen Eindr\u00fccke zu sammeln.\u201c Aber einige Dinge haben ihn besonders getroffen: \u201eDie gesamte Lage stimmt mich traurig. Nat\u00fcrlich bin ich das erste Mal hier und die wenigen Tage sind nicht ausreichend, um in der kurzen Zeit alle Eindr\u00fccke und Erlebnisse zu sammeln, aber eines l\u00e4sst sich sagen: Die Menschen hier sind gro\u00dfartig, ich f\u00fchle mit ihnen.\u201c<\/p>\n<p><em>Olivera Radi\u0107<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die Wochenzeitung Jedinstvo (Einigkeit), in einem Beitrag auch \u00fcber unseren diesj\u00e4hrigen Mai-Einsatz. 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