Mission Kosovo – Oktober 2017 – Fotostrecke

Vom 02. bis zum 06. Oktober reisten wir zu unserer zweiten diesjährigen Mission in die serbischen „Enklaven“ in Kosovo und Metochien. Freiwillige aus Deutschland, Brasilien und Serbien bildeten unsere 13 Personen starke Gruppe, mit welcher wir die verschiedenen Familien und Institutionen besuchten und die im Rahmen unserer Möglichkeiten gesammelten Hilfsgüter und finanzielle Unterstützung für unterschiedliche Projekte überbrachten. Das Gesamtvolumen der Sach- und Geldspenden unserer Oktober-Mission betrug dabei mindestens 1770,16 Euro. Nicht enthalten sind hier die großen Mengen an Spenden, welche wir von unseren Freunden und Unterstützern aus Polen erhielten.

In Velika Hoča beendeten wir mit einer Spende von 500,- Euro unser Projekt zur Anschaffung eines PkW für den örtlichen Kindergarten. Die sachbezogene Unterstützung deckt sowohl die Kosten zur Registrierung des Fahrzeuges im System der „Republik Kosovo“, wie auch die Anschaffung eines Satzes Winterräder. Für die Kinder brachten wir eine Menge an Bastelmaterial, welches zwischen den Einrichtungen in Velika Hoča und Orahovac aufgeteilt wird.

Der Vorschulklasse in der Grundschule „Svetozar Marković“ konnten wir verschiedene Lernspiele wie etwa für Formen und Farben übergeben. Ein besonderes Geschenk war ein in Serbien produziertes Holzpuzzle „SRBIJA“ in kyrillischer Schrift, das wir bei einem Interview mit dem Serbischen Wissenschaftsfernsehen erhalten hatten. Für den Chemieunterricht stellten wir außerdem zwei Plakate mit dem Periodensystem der Elemente und einen Molekülbaukasten im Wert von 69,51 Euro zur Verfügung.

Mit einer weiteren Spende von 300,- Euro unterstützen wir Familie Micić, deren Tochter Jovana eine Augenoperation benötigt. Für die speziellen Untersuchungen und Behandlungen ist jedes Mal die Reise ins rund 400 Kilometer entfernte Belgrad notwendig. Dank der großen Unterstützung aus Polen, konnten wir Jovana und ihrem Bruder Stefan außerdem zwei neue Rucksäcke, gefüllt mit Schulmaterial und weitere kleine Überraschungen übergeben.

In Gračanica besuchten wir das Kloster und trafen uns mit Mitarbeitern der Volksküche und der Organisation „Majka devet Jugovića“, denen wir eine große Menge an Kleiderspenden übergaben. In der „Enklave“ Priluzje besuchten wir die Schule, eine der ältesten im Kosovo und trafen uns mit Kindern des Athletikklubs. Auch besichtigten wir die durch einen schweren Sturm verursachten Schäden an der Tennishalle.

In Orahovac, wo wir abermals die Grundschule „Dositej Obradović“ und das im gleichen Gebäude untergebrachte Gymnasium besuchten, finanzierten wir dank unserer Spender neue Schulbücher für die erste Klassenstufe des Gymnasiums im Wert von 360,- Euro. Die Bücher werden an die jeweils nachrückende Generation weitergegeben und finden so auch in den kommenden Jahren noch Verwendung. Zur Unterstützung einer hilfsbedürftigen Schülerin übergaben wir dem örtlichen Priester der serbisch-orthodoxen Kirche, Velja Stojković, eine Spende von 50,- Euro. Ein Kleinprojekt, das wir zukünftig weiter verfolgen wollen.

Zum Abschluss unserer Mission besuchten wir unsere liebe Familie Šapić im nördlichen Dörfchen Banja, deren Töchter Jovana und Milica mittlerweile schon zu jungen Frauen herangewachsen sind. Für ein weiteres Jahr übernahmen wir auch die Internatskosten für Sohn Dejan (360,- Euro), der, wie nun auch seine Schwester Jovana, in Kosovska Mitrovica studiert. In Banja ließen wir uns von Lehrkräften auch die Schule zeigen, um uns ein Bild über Zustand und Situation derselben zu machen. Je nach Bedarf und Möglichkeit wollen wir uns hier im Rahmen eines neuen Projektes engagieren. Für die Kinder der Vorschulklasse übergaben wir Schulmaterial im Wert von 130,65 Euro sowie noch weitere Utensilien des täglichen Schulalltags aus der großen Sammlung unserer polnischen Freunde.

Noch wichtiger jedoch war unser Besuch an sich und die Tatsache, dass wir versuchen in unseren Heimatländern das Sprachrohr der Serben im Kosovo zu sein, wie man uns allerorten immer wieder versicherte. Für jeden Beteiligten waren es sehr emotionale Tage. Wir veröffentlichen daher zunächst eine Fotostrecke und laden Sie herzlich ein, uns auf Facebook zu folgen, wo sie neben den Bildern auch Kurztexte zu unseren verschiedenen Stationen finden können.

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