Mission Kosovo – Oktober 2018 – Fotostrecke

Zehn Freiwillige aus Finnland, Italien, Deutschland und Serbien reisten im Rahmen der diesjährigen Mission-Kosovo 2018 vom 08. bis zum 13. Oktober in die südserbische Provinz Kosovo und Metochien. Wie in den vergangenen Jahren stand zuvorderst die Übergabe der Hilfsgüter an bedürftige Familien und Einrichtungen, welche über das gesamte vergangene Jahr im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten gesammelt wurden. Wie bereits bei unserem letzten Einsatz im Oktober des vergangenen Jahres, ist auch diesmal in diesem Zusammenhang besonders die Unterstützung unserer Freunde aus Polen hervorzuheben, welche mit Blick auf das bis heute bisweilen schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Polen eine herausragende Besonderheit im Rahmen unserer ehrenamtlichen Tätigkeit darstellt. Das Gesamtvolumen der Sach- und Geldspenden unserer diesjährigen Mission betrug dabei mindestens 2.010,95 Euro.

Nach unserer Ankunft am Montagmorgen in Kosovska Mitrovica, begann der eigentlichen Einsatz mit dem Besuch der serbischen „Enklave“ in Orahovac. Hier unterstützten wir die 5 Kinder der Vorschule mit verschiedenen Schulmaterialien. Für die Schüler der Grundschule „Dositej Obradović“ übergaben wir der Direktorin eine große Menge an Schreibheften, Stiften und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Dem Gymnasium überreichten wir zur Anschaffung eines neuen Druckers eine Geldspende in Höhe von 400,- Euro. Für Grundschule und Gymnasium gemeinsam, übergaben wir eine größere Menge Drucker- und Kopierpapier, sowie weiße und bunte Tafelkreide. Im Anschluss statteten wir auch der örtlichen Krankenstation einen Besuch ab, wo wir einige Gehhilfen übergeben und uns ein Bild von der Situation und den Arbeitsumständen machen konnten. Weitere 100,- Euro, sowie einen Hometrainer zur Förderung der motorischen Fähigkeiten, übergaben wir dem Priester der serbisch-orthodoxen Kirche, Velja Stojković, zur Unterstützung einer hilfsbedürftigen Schülerin, die auf medizinische Versorgung angewiesen ist.

Im Kloster Gračanica besuchten wir bereits zum zweiten Mal das Büro der Volksküche und der Organisation „Majka devet Jugovića“, denen wir erneut viele Kleiderspenden für die Ärmsten der Armen übergeben konnten. Mit einem Mitarbeiter besuchten wir auch das Depot in Novo Brdo, wo die Organisation eine ihrer Küchen zur Armenspeisung betreibt. Zurück in Gračanica, machten wir Bekanntschaft mit einem Lehrer der im Ort ansässigen Fußballschule „28. Juni“, dem wir, mehr oder minder symbolisch für unser erstes Treffen, vier Fußballe für das Training mit den Kindern überreichten.

In Priluzje, einem der Hauptziele unseres diesjährigen Einsatzes, trafen wir uns mit den Kindern des Athletikklubs. Trotz widriger Trainingsbedingungen, liefern diese Kinder immer wieder sportliche Spitzenresultate und zählen somit zu den erfolgreichsten Sportlern in ganz Serbien! Für seine Arbeit überreichten wir dem Lehrer verschiedene Utensilien, wie zwei Startblöcke, Markierungshemden, eine neue Stoppuhr, eine Startklappe und ähnliche Dinge im Gesamtwert von 237,35 Euro. Das anschließende Fußballspiel endete mit einem Ergebins von 11 : 2 für die Heimmannschaft.

Im Dorf Banje, gelegen im Norden des Kosovo, besuchten wir neben unserer befreundeten Familie Šapić auch die Grundschule „Milun Jakšić“. Wie bereits in Orahovac übergaben wir hier einen weiteren Teil der Großspende aus Polen für die tägliche Arbeit mit den Kindern an den Direktor. Ebenso zählten größere Mengen an Papier und Kreide zu den überbrachten Hilfsgütern. Die Übergabe einer Dankeskarte der Kinder und das gemeinsame Singen des Liedes „Oj, Kosovo“ sorgten abermals für tief emotionale Momente. Für ein weiteres Jahr übernahmen wir auch die Internatskosten für Dejan Šapić (360,- Euro), um so die finanzielle Belastung der fünfköpfigen Familie (eine Mutter mit vier Kindern) etwas zu lindern.

Ihr Ende fand die diesjährige Mission-Kosovo in Velika Hoča, wo wir zunächst Frau Zlata Kostić besuchten, welche uns ein wenig aus ihrer traurigen Familiengeschichte erzählte. Sie lebt nun allein in einem Haus, das weder über ein Badezimmer, noch vernünftige Sanitäreinrichtungen verfügt. Diese Situation zu verbessern wird eines unserer nächsten Projekte sein.
Zum Abschluß trafen wir auch Familie Micić, welcher wir dank der Hilfe vieler guter Menschen im April dieses Jahres eine neue Kuh kaufen konnten, nachdem das Vieh der Familie im vergangenen November gestohlen worden war. Leider ist die Familie inzwischen erneut zum Opfer von Diebstählen geworden. Mit dem Erlös aus dem Verkauf eines Kälbchens wurde nun rund um das Grundstück Überwachungstechnik installiert. Hoffen wir gemeinsam mit der Familie, dass dies einen kleinen Beitrag zu mehr Sicherheit der Micićs leisten kann, welche ihr Leben aus dem Ertrag der Landwirtschaft bestreitet.

Noch wichtiger jedoch war unser Besuch an sich und die Tatsache, dass wir versuchen in unseren Heimatländern das Sprachrohr der Serben im Kosovo zu sein, wie man uns allerorten immer wieder versicherte. Für jeden Beteiligten waren es sehr emotionale Tage. Wir veröffentlichen daher zunächst eine Fotostrecke und laden Sie herzlich ein, uns auf Facebook zu folgen, wo sie neben den Bildern auch Kurztexte zu unseren verschiedenen Stationen finden können.

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